Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht

06.09.2021 05:57 (zuletzt bearbeitet: 06.09.2021 09:10)
avatar  Woody
#1 Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar
Administrator

Nachdem ich diese Maschine nun doch schon eine Weile besitze, kann ich die Stärken und Schwächen besser aufzeigen.

Kommen wir gleich zum Wesentlichen, dem Anschlag:
Schon von Anfang an machte er Probleme, die in diversen Foren und YT-Filmen aufgezeigten Schwächen kann ich zum Großteil bestätigen. Und es lag definitiv nicht an meinem Unvermögen, sondern an der doch recht schlampigen Verarbeitung. Die beiden verschiebbaren Anschläge waren ums Verrecken nicht in Flucht zu bringen. Ich behalf mich daher mit einem zusätzlichen Brett (Laminatrest) am rechten Anschlag zum Aufdoppeln und konnte so den linken Anschlag, welcher in der Tiefe verschiebbar gestaltet wurde (soll dem Abrichten dienen), in Flucht ausrichten.

Das Einfädeln der Schrauben in den Tisch zur Befestigung des Anschlags selbst war jedesmal ein Geduldspiel, das Verschieben des Anschlags und exaktes Ausrichten ebenso.

Im Absaugstutzen befindet sich ein Gitter, dessen Funktion sich mir bis heute nicht erschlossen hat. Große Späne blieben daher hängen und verstopften relativ schnell den Durchgang. Ein absolutes NoGo. Da ich die 4 Schrauben zur Befestigung desselben nie dafür zugeördnet hatte, sägte ich mit dem Dremel die Stege einfach ab. Erst viel später erkannte ich, dass man das Gitter einfach abschrauben kann. Nunja......auf die grottige Beschreibung ging ich ja schon früher ein.

Sämtliche Zusatzanschläge wie Niederhalter etc. hatte ich nie in Verwendung, weshalb mich auch die dafür vorgesehenen Metallstäbe immer immens störten. Schlussendlich wurde alles unnötige wieder demontiert.

An den beiden verschiebbaren Anschlägen befindet sich an jeder Seite eine Plastikabdeckung, welche nur aufgesteckt ist. Diese fielen entweder regelmäßig beim Gebrauch der Maschine herunter, oder sie machten genau den Zehntelmm aus, dass ich mit dem Werkstück hängenblieb, sodass ich sie ebenfalls schlussendlich gänzlich entfernt habe.

Fräserwechsel:
Dieser gestaltete sich auch zu Anfang als sehr mühsam, da ich nie die nötige Kraft in den Fingern aufbringen konnte, den Arretierknopf zum Lösen der Spannzange festzuhalten. Bis ich irgendwann mal draufkam, dass man den gebogenen Gabelschlüssel ja einfach nur am unteren Teil der Spannzange ansetzen muss, um dann mit dem anderen Gabelschlüssel die Mutter lösen kann. Doch auch das Finden der richtigen Position war manchmal ein richtiges Geduldspiel.

Die 3 Einlegeringe lassen sich mittlerweile auch nicht mehr völlig plan einlegen. Schon eine minimale Abstufung sorgt dafür, dass das Werkstück hängenbleibt. Dafür muss ich mir noch eine Lösung überlegen.

Fazit:
Aufgrund dieser doch sehr benutzerfeindlichen Mängel stand die Fräse ziemlich lange unbenützt im Weg herum. Ich griff für meine Fräsarbeiten vorwiegend auf meine Katsu sowie Einhell OF zurück.

Lösung:
Ich baute mir einen eigenen Anschlag aus Siebdruckplatten. Dazu habe ich einen bereits früher gefertigten Anschlag umgeändert, deshalb die beiden Langlöcher. Verwendet habe ich vom Originalanschlag nur mehr die beiden verschiebbaren Anschlagplatten.




Ansonsten tut die HF50 was sie tun soll: sauber fräsen, vorausgesetzt man hat auch ordentliche scharfe Fräser, hat die richtige Umdrehungsgeschwindigkeit und den passenden Vorschub. Doch das sollte sowieso klar sein.


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 09:09 (zuletzt bearbeitet: 06.09.2021 09:10)
avatar  kjs
#2 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar
kjs
Admin

Anscheinend gibt es bei der HF50 ziemliche Qualitätsschwankungen. Ich kenne eine bei der der Anschlag ganz ordentlich funktioniert nachdem die Plastikkappen eingeklebt waren. OK. er hat sie auch mit einem Kleinsthobel plan zum Alu gemacht.

Haben sich die Einlegeringe verzogen? Dß Du die Aufnahme ausgeblasen hast damit keine Späne drunter sind nehme ich mal stark an. Falls verzogen könnte man sie vielleicht durch Eigenbau aus HPL ersetzen? Mit dem Fräszirkel aussägen und dann damit auch den Rand auf die richtige Dicke bringen und erst danach das Loch in der Mitte auf das gewünschte Maß.....


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 09:14
avatar  Woody
#3 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar
Administrator

Genauso hab ich die Ringe auch geplant. Aber diesmal einzelne mit entsprechenden Löchern für den Fräser und nicht so wie jetzt, mehrere Ringe, deren Lochdurchmesser zunehmend größer wird.


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 09:15
avatar  kjs
#4 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar
kjs
Admin

Das mit dem Ring in Ring ist eh Bockmist. Hab nie verstanden wie man auf so eine Idee kommen kann......


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 10:12
#5 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar

Ich hatte auch die besagte Fräse, kann sämtliche Schwachpunkte von Woody bestätigen. Bei mir wurde die Fräse nach ca. 15 Minuten Nutzung zusätzlich immer wärmer bzw. wurde heiß😢 Den Arretierknopf habe ich mehrfach gereinigt, nutzt nie lange. Den Anschlag hatte ich reklamiert, Scheppach sandte sofort Ersatz. Der war genauso krumm…Die Höheneinstellung funktionierte nur sehr haklich, trotz Reinigung etc. keine Besserung.

Nach einem Jahr gab der Motor auf und die Höhenverstellung fiel in sich zusammen😢😢😢 Fazit: Gerät bei mir untauglich…


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 10:33
avatar  -Dog-
#6 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar

Ich habe die Woodstar Version seit 8 oder 9 Jahren, keine Probleme. Ist halt was für Heimwerker mit Zeit und Geduld, dafür kostet die Maschine auch nur einen Bruchteil einer professionellen Tischfräse.


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 11:13
#7 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar

Naja aber 340€ sind aber auch kein Kleingeld...

Ich habe so einen Tisch für ne Oberfräse
Allerdings noch nicht im Einsatz gehabt...
Kann von daher noch keine Erfahrungen damit kundtun.


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 11:51
avatar  -Dog-
#8 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar

Du musst das Ding auch nicht im Krämerladen kaufen. Die liegen bei etwa 250 € und wenn man rechnet was eine kräftige Fräse und Material kostet + die benötigte Zeit ist es nicht teurer als ein Selbstbau


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 14:52
avatar  kjs
#9 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar
kjs
Admin

Besser als Eigenbau ist es auf jeden Fall- Das gesagt, ich habe eine 30€ Parkside Fräse in den Tisch der TKS eingebaut und für meine Zwecke reicht es völlig aus. Durch den Notschalter mit Wiederanlaufschutz kamen aber noch mal 5€ oben drauf.


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 16:15
avatar  Woody
#10 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar
Administrator

Zitat
Ich habe so einen Tisch für ne Oberfräse
Allerdings noch nicht im Einsatz gehabt...
Kann von daher noch keine Erfahrungen damit kundtun.



Das waren meine Anfänge vor ca. 10 Jahren. Hatte eigentlich gute Dienste verrichtet, bis auf die nicht vorhandene Höheneinsteillung. Die war doch ziemlich tricky bei mir.

Der Tisch ist nach Umbau noch immer bei mir im Einsatz mit einer fix verbauten OF und fix Abrundfräser drinnen. Fürs schnelle abrunden optimal.


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 23:22
avatar  -Dog-
#11 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar

Bevor ich spottbillig zu der Tischfräse kam hatte ich sogar nur den einfachsten Frästisch der Welt im Einsatz und selbst mit dem gab es immer einwandfreie Ergebnisse.

Nach dem Prinzip war der gebaut: https://www.selbst.de/oberfraesentisch-14013.html


 Antworten

 Beitrag melden
06.09.2021 23:33
avatar  kjs
#12 RE: Scheppach HF50 Tischfräsmaschine - Erfahrungsbericht
avatar
kjs
Admin

so einen "Luxustisch" hatte ich mindestens für 10 Jahre.......


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!